Hinter den Kulissen
Am Anfang stehen Idee und Entwurf des Webmusters, sowie Materialauswahl und Garnmengenberechnung:
wie breit und lang soll ein Stück werden, wieviele Fäden kommen auf einen Zentimeter, wie stark wird das Material schrumpfen, wenn es vom Webstuhl kommt und die Spannung verliert, wieviel Stücke sollen gewebt werden und wie lang soll die Kette werden, wieviel wird das Garn kosten...
Es ist immer gut, vor einem neuen Projekt am Musterwebstuhl eine Probe zu weben.
Die Auswahl ist getroffen!
Am umgebaute Spinnrad wird das Garn auf die Kettspulen umgespult.
Für die Schultertücher werden 12 Kettfäden gleichzeitig am Schärbaum abgelängt.
Vom Spulengestell können die Spulen leicht und gleichmäßig abrollen.
Das Schärbrettchen hält beim Schären Ordnung zwischen den Kettfäden.
Der Schärbaum ist drehbar und ermöglicht das
gleichmäßige Ablängen der Kettfäden.
Es ist immer wieder erstaunlich, daß es am Ende kein Chaos gibt!
Zuerst werden die Kettfäden in den Reedekamm eingelegt. So halten sie den richtigen Abstand beim Aufbäumen.
Die Kette wird unter Spannung auf den Kettbaum aufgewickelt.
Einziehen der Kettfäden in die Litzen.
Durch das Heben und Senken der Litzen entsteht das Webmuster.
Der Blattstich
Das Webblatt dient zum Anschlagen der Schußfäden und bestimmt den Abstand zwischen den Kettfäden.
Anknoten der Kettfäden
Die Verschnürung der Schäfte mit den Tritten bestimmt welche Schäfte bei welchem Tritt gehoben werden.
Jetzt sind die Schußspulen an der Reihe.
Es ist angewebt.
Jede Farbe hat ihren eigenen Schützen.
Die Kette nähert sich ihrem Ende.
Weiter geht's nicht.
Das fertige Gewebe wird nun abgeschnitten.
Die Fäden vom Spulenwechsel werden gekürzt und eventuell gerissene Kettfäden versäubert.
... und die Fransen werden gedreht
 - das ist ein wirklich unterschätzter Arbeitsschritt der überraschend lange dauert und einem den Fernsehabend versüßt.
Beim ersten Waschen lösen sich Spinnöl und
überschüssige Farbe aus der Wolle.
Liegend, leicht in Form gezogen, trocknen
die Wolltücher erstaunlich schnell.
Die Tücher können kalt, maximal 30 Grad mit der Hand oder im Handwaschgang der Waschmaschine gewaschen werden.
Oder einfach mal an die Luft hängen.
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aktualisiert September 2017